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10 Dinge, an denen man einen Deutschen in England erkennt

Wenn man in seinem Heimatland lebt, fallen einem die ganzen kleinen Ticks und Eigenheiten der Nation gar nicht groß auf. Ganz anders ist das, wenn man im Ausland lebt. Vor allem, wenn mehrere Deutsche mit einem zusammen im Ausland leben. Und diese Eigenheiten fallen nicht nur den Deutschen irgendwann auf, sondern auch allen anderen. An den folgenden 10 Dingen lässt sich ein Deutscher eindeutig im Ausland erkennen:

(Achtung: Dieser Beitrag ist mit einem Augenzwinkern zu lesen 😉 )

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Deutsches Brot bei Tesco Metro

Gebühr für PlastiktütenEnglische SteckdosenLinks oder rechts?[/span4][span8]

  1. Wenn jemand im Tesco Supermarkt einen Freudenschrei ausstößt, weil (endlich!!!) echtes deutsches Brot ins Sortiment aufgenommen wurde.
    Denn die Engländer haben ja kein Brot. Alles was hier den Titel „Brot“ trägt, ist in Wahrheit Toast. Und da ist es auch egal, wie viel meines Tagesbedarfes an „wholegrain“ dieser Toast angeblich abdeckt!
  2. Wenn ein eine Gruppe von Kerlen ganz vorne beim Bier trinken dabei ist und sobald man in den Club geht auf einmal verschwindet. Ja, es ist wahr. Die deutschen Jungs können einfach nicht tanzen und hier fällt das dann auch mal auf.
  3. Wenn sich jemand schon vor der 5p Gebühr für Plastiktüten (wurde Anfang Oktober eingeführt) immer seinen eigenen Jutebeutel mit zum Einkaufen genommen hat. So umweltbewusst die Engländer auch sein mögen, mit der Gebühr für Tüten im Supermarkt ware sie echt spät dran. Dafür gibt es hier jetzt nirgendwo mehr Tüten, auch nicht in Apotheken, Kleidungsgeschäften, Drogerien…
  4. Wenn jemand entsetzt den Kopf schüttelt oder sich hörbar räuspert, sobald jemand in der Bibliothek seine Tüte Chips auspackt oder ein Telefonat annimmt. Wo gibt’s denn bitte sowas?
  5. Wenn jemand morgens mit leerem Handy oder Laptop-Akku in der Uni erscheint. Man kann schon mal vergessen, dass man die Steckdosen hier auch anschalten muss. Zum Glück gibt es hier in den meisten Vorlesungssälen Steckdosen an jedem Tisch.
  6. Wenn jemand den arabischen Professor mit heftigem Akzent problemlos versteht, aber bei den Engländern mehrfach nachhakt. Dieses Phänomen wurde mir bisher von allen Austauschstudenten bestätigt. Aus irgendeinem Grund haben wir Internationals kein Problem damit, ausländische Akzente im Englischen zu verstehen. Die Engländer, die wir wiederum nicht verstehen, haben damit deutlich mehr Probleme.
  7. Wenn jemand bei 15 Grad und Sonne die Winterjacke auspackt und beim Anblick von Flip Flops und kurzen Hosen kurz erschaudert. Es ist schließlich schon November!
  8. Wenn jemand im Pub oder Café am Tisch sitzt und wartet, dass die Bedienung kommt. Hier wird fast immer an der Theke bestellt und bezahlt – was den klaren Vorteil hat, dass man einfach aufstehen und gehen kann, wann man möchte.
  9. Wenn jemand andauernd in entgegenkommende Menschen läuft und nicht aus seinen Fehlern zu lernen scheint. Das betrifft übrigens nicht nur die Deutschen, sondern alle Ausländer. Merkt ihr was, Engländer? Linksverkehr ist einfach blöd. An einer internationalen Uni führt das letztendlich dazu, dass man alle paar Sekunden in diese komische Situation kommt, in der man nicht weiß, in welche Richtung man ausweichen soll.
    Die Person, die auf der zweigeteilten Treppe auf der falschen Seite läuft (trotz rotem „do not enter“ Schild), ist wahrscheinlich auch nicht von hier.
  10. Wenn jemand an einer roten Ampel stehen bleibt, aber weit und breit kein Auto zu sehen ist. Ob das daran liegt, dass man so verwirrt vom Verkehr ist, dass man prinzipiell immer Angst hat, überfahren zu werden, oder an der deutschen Neigung, jeder (dummen) Regel erstmal zu folgen, weiß ich allerdings nicht.

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Mit diesen zehn Hinweisen lässt sich auch der noch so integrierte Deutsche irgendwann erkennen. Aber nicht nur die Deutschen haben ihre Eigenheiten – welche Klischees noch so stimmen oder nicht stimmen, verrate ich vielleicht in einem der nächsten Beiträge.

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