Exeter, Reisen, Südengland

Stadtportrait: Exeter

Inzwischen wohne ich schon über zwei Monate in Exeter und in weniger als drei Wochen geht es schon weiter nach Irland! Bevor sich das Abenteuer hier dem Ende entgegen neigt möchte ich noch einmal über den Hauptdarsteller schreiben: Exeter!
Als Julian Ende Oktober hier war, hatte ich die Gelegenheit, meine englische Heimat noch einmal aus den Augen eines „Touristen“ zu sehen und Fotos von den schönsten Ecken zu machen. Für alle, die irgendwann mal in Exeter landen oder sich ein Bild von der Stadt machen wollen, kommt hier nun ein Stadtportrait!

Ziemlich in der Mitte von Südengland und etwa 30 Zugminuten von der Südküste entfernt gelegen ist Exeters Lage perfekt für Ausflüge nach Devon, Cornwall oder Somerset. Mit einem Flughafen, vier Bahnhöfen und zahlreichen Busverbindungen erreicht man von hier aus schnell internationale Ziele, Englands Größstädte oder naheliegenden (Küsten-)Städtchen und Nationalparks. Bath oder Bristol sind zum Beispiel schnell und relativ günstig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nach London braucht man mit dem Fernbus 4,5 Stunden, mit dem günstigsten Zug 3,5 Stunden und mit dem schnellen (und teuren) Zug nur etwa zwei Stunden. Aber so weit in die Ferne zieht es die meisten gar nicht, denn auch vor Ort gibt es jede Menge Sehenswürdigkeiten!

Exeters Wahrzeichen ist wohl die berühmte normannisch-gotische Exeter Cathedral aus dem 11. Jahrhundert. Wenn man zusätzlich zum imposanten Äußeren des Gebäudes auch den Innenraum besichtigen möchte, muss man entweder Eintritt zahlen oder an einem der Gottesdienste teilnehmen. Um den Vorplatz der Kathedrale herum sind zahlreiche Cafés und Restaurants angeordnet, in denen man bei gutem Wetter draußen sitzen kann. Sobald es dunkel wird, also im Winter schon gegen fünf Uhr, wird die Kathedrale angestrahlt – sehr sehenswert!

Exeter Cathedral Vorplatz der Kathedrale

Die Kathedrale befindet sich in der Innenstadt, nicht weit von zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten (unter anderem zwei großen Shopping-Centern: Princesshay und Guildhall), Restaurants und Cafés entfernt. Unbedingt zu empfehlen ist ‚Wagamama‚ (in Princesshay), ein japanisches (Franchise-)Restaurant. Meines Wissens nach gibt es keine Filialen in Deutschland, also unbedingt in Großbritannien oder Irland ausprobieren! Die Restaurants sind erfahrungsgemäß sehr gut besucht, daher lohnt es sich, vor den Stoßzeiten zu kommen oder einen Tisch zu reservieren.

Gandy Street

Ein weiteres historisches Gebäude in Exeter ist Rougemont Castle (oder Exeter Castle), eine Burg im Stadtzentrum. Exeter Castle wird sogar in Shakespeare’s Richard III erwäht! Auf Grund von zahlreichen historischen Zwischenfällen ist leider nicht viel mehr von der Burg erhalten. Im Burghof finden heute Konzerte oder Parties statt. Der Großteil der Burg ist öffentlich zugänglich, allerdings sind gerade einige Teile wegen Renovierungen gesperrt. Von der Burgmauer aus hat man eine tolle Aussicht auf Exeter und unterhalb befindet sich ein wunderschön angelegter Park mit zahlreichen Pflanzen und Sitzgelegenheiten.

Rougemont Park am Schloss

Nach einem Besuch der Kathedrale und des Schlosses sollte man unbedingt zum Ufer des Flusses Exe hinunter laufen und einen Spaziergang am ‚Quay‚ (sprich: key) machen- Bei gutem Wetter kann man auch hier in zahlreichen Cafés draußen sitzen und den Blick auf den Fluss genießen. Über eine Fußgängerbrücke (die sehr solide aussieht, sich aber bewegt!) gelangt man an die andere Uferseite, wo sich auch ein kleiner Hafen befindet. Von Exeter aus kann man übrigens den Fluss entlang bis ans Meer wandern oder radeln.

Exeter Quay Hafen am Exeter Quay

Wenn man nach einem ausgiebigen Spaziergang am Ufer hungrig wird, sollte der Weg direkt ins ‚Old Firehouse‚ führen! Der urige und verwinkelte Pub, der angeblich als Inspiration für den Tropfenden Kessel in Harry Potter gedient haben soll, serviert die beste Pizza der ganzen Stadt – und das zu studentenfreundlichen Preisen. Eine Pizza kostet zwischen 7 und 11 Pfund und ist groß genug für zwei bis drei Personen. Neben den Standardsorten gibt es auch eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Pizzas. Auch das Old Firehouse ist gut besucht und man sollte mit größeren Gruppen früh kommen, um einen Platz zu bekommen. Sonntags ab 12 Uhr gibt es hier auch einen Sunday Roast, der sehr beliebt ist (auch vegetarisch/vegan).

Old Firehouse Pizza im Old Firehouse

Wie man sieht hat Exeter sehr viel zu bieten, vom Großstadtfeeling in der Innenstadt über historische Gebäude bis hin zum Village-Flair am Quay ist alles vorhanden. Wer viel Zeit hat, sollte unbedingt noch der Universität (Streatham und St Luke’s Campus) einen Besuch abstatten. Der Campus zählt zu den schönsten und grünsten in England.

 

4 Comments

  1. Avatar

    Karin

    7. Dezember 2015 at 0:11

    Hallo Ihr Beiden,

    Finde Euren Blog super. Sowohl Suedengland als auch Irland sind seit einiger Zeit auf meiner bucket list. Wie sich zeigt, zu recht. Was das Erkennen von Deutschen im Ausland angeht, musste ich gerade herauslachen… das kenne ich gut aus eigener Erfahrung. Freue mich schon auf Weihnachten, wenn wir ein bisschen Zeit haben, ueber Eure Erfahrungen zu reden. Liebe Gruesse und viel Spass noch in Irland!!

    1. Suzie

      Suzie

      7. Dezember 2015 at 11:18

      Hey Karin! Yey für den ersten Kommentar 🙂 Danke für das Lob und ja, du musst hier auf jeden Fall mal vorbei schauen! Nächste Woche gibt es hier wahrscheinlich noch etwas mehr zu Irland und auch zu Schottland. Grüße über den Teich und bis in 2 Wochen 🙂

  2. Avatar

    Antje

    14. Dezember 2015 at 9:42

    Hey, ich wollte auch schon länger einen Kommentar schreiben. Finde euren Blog ebenfalls super und
    wie allgemein bekannt steht Südengland ebenfalls auf meiner Reiseliste. Schade, dass es mit einem
    Besuch nicht geklappt hat. Auch Irland finde ich sehr interessant; wir haben jetzt ja Ortskundige, die
    man vor einer Reise befragen kann.

    1. Suzie

      Suzie

      15. Dezember 2015 at 13:56

      Jaa, die besten Tipps und Infos kriegt ihr von uns garantiert 🙂

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