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10 Gründe für ein Erasmus-Semester

Die drei Monate in Maynooth sind vorbei und nächsten Montag steht das nächste Seminar in Mannheim an. Zeit, einmal Bilanz zu ziehen, was ich im Auslandssemester so alles gelernt habe. Erfreut habe ich festgestellt: überwiegend nur Positives! Deshalb kommen hier…

10 Gründe, warum ein Erasmus-Semester eine gute Idee ist:

  1. Du lebst im Ausland: Gut für alle die es (wie ich) bereuen, nicht in der 11. Klasse ein Schuljahr im Ausland verbracht zu haben. Als Student kann man das nachholen und hat dazu noch viel mehr Möglichkeiten.
  2. Du lernst neue Freunde kennen: Erasmus ist vielleicht DIE Zeit, um nette Leute kennenzulernen – und das aus der ganzen Welt! Gilt übrigens auch für Studenten aus Deutschland: mit Kommilitonen aus deiner Heimatuniversität bleibt man auch leichter in Kontakt.
  3. Du lernst ein neues Ausbildungssystem kennen: In Irland sind bspw. Vorlesungen/Seminare kürzer, finden dafür häufiger statt; der Stoff ist leichter, wird meiner Meinung nach aber moderner vermittelt usw. Es kann definitiv nicht schaden, einmal über den akademischen Tellerrand hinauszuschauen.
  4. Du kannst reisen: Erasmus beschränkt dich mitnichten auf das Land, in dem du studierst. Ryanair sei Dank konnte ich auch Edinburgh und Südengland besuchen; viele Kommilitonen haben Trips nach Paris, Rom, Barcelona oder Bratislava gemacht.
  5. Du lernst Land und Leute kennen: In meinen Augen vielleicht das wichtigste überhaupt: Irland war früher ein unbeschriebenes Blatt für mich, heute weiß ich um die faszinierende und tolle Kultur der grünen Insel. Auch die Iren selbst sind größtenteils freundlich – nach Möglichkeit sollte man immer versuchen, auch mit einheimischen Studenten in Kontakt zu kommen, was allerdings nicht einfach ist.
  6. Du kriegst gute Noten für wenig Arbeit: Seien wir ehrlich: man will ja auch akademisch vorankommen. Und in den meisten Ländern sind Prüfungen/Anforderungen leichter als in Deutschland, ergo erhält man bessere Noten. Im Lebenslauf macht sich ein Erasmus-Semester auch gut; das sollte zwar nicht der Hauptgrund für die Entscheidung sein, unter den Tisch kehren, sollte man es auch nicht.
  7. Du verbesserst deine Sprachfähigkeiten: Das ist glaube ich selbst erklärend. Wichtig: nicht immer nur mit Landsleuten abhängen und deutsch reden, sondern sich dazu zwingen, Englisch zu reden – gerade wenn man müde ist.
  8. Du merkst, was dir wirklich wichtig ist: Im Ausland ist man erst einmal frei von allen Verpflichtungen und muss seinen Tages/Wochenplan komplett neu gestalten. Fragen, die ich mir gestellt habe, waren: Will ich wirklich drei mal die Woche zum Basketball-Training gehen? (Ja) Überwinde ich meinen inneren Schweinehund und gehe zum Feiern öfter in Clubs? (Nein) Gehe ich dafür ins Fitnessstudio? (Ja). Im Auslandssemester kann man sich von allem Ballast freimachen und nur das tun, was man wirklich will – das hilft einem auch nach der Rückkehr…
  9. Du kannst Denkanstöße sammeln: Spanische Frauen würden niemals nach der Hochzeit ihren Nachnamen ändern. In der Slowakei haben Namen unterschiedliche Endungen, je nachdem ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Kanadier und Amerikaner feiern Thanksgiving an zwei unterschiedlichen Tagen. Das sind nur drei kleine Beispiele für Dinge, die ich im Ausland von meinen Kommilitonen gelernt habe. Oft kennen wir nur unsere eigene Sichtweise: die Perspektiven ausländischer Mitmenschen kennenzulernen, kann extrem bereichernd sein!
  10. Du lernst Deutschland zu schätzen: Ja, Deutsche sind manchmal engstirnig, verliebt in Vorschriften und wenig entspannt – dafür haben wir andere Vorzüge. Eine tadellose Organisation an der Uni z.B.; in Irland musste ich tatsächlich Kurswahl, Ummeldung und Essayabgabe handschriftlich erledigen. In gewisser Weise ist es zuhause doch am Schönsten…

Und zum Schluss vielleicht das Wichtigste überhaupt: Du hast die Zeit deines Lebens! Neue Freunde kennen lernen, Partys überall, neue Erfahrungen, Reisen, der Stress zu Hause ist ganz weit weg – ein Erasmus-Semester macht ganz einfach eine Menge Spaß!

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