Deutschland, Reisen

Nürnberg – Abstecher ins Frankenland

 

Bis auf einen kleinen Abstecher nach Marburg bin ich seit dem Auslandssemester nicht mehr aus dem Haus gekommen. Also war es höchste Zeit für einen kleinen Städtetrip: Abfahrt ins beschauliche Franken, nach Nürnberg!

Das erste, was nach der Ankunft ins Auge sticht, ist die Altstadt: die ist von einer bestens erhaltenen Stadtmauer eingegrenzt und komplett zur Fußgängerzone erklärt. Sehr gemütlich und malerisch! Am ersten Tag erkundete ich dann auch gemeinsam mit meiner Patentante die Innenstadt. Hier eine kleine Auflistung der Sehenswürdigkeiten:

– Die Brücken über die Pegnitz – angeblich venezianische Brückenarchitektur. Das kann ich nicht bewerten, da ich noch nie in Venedig war, aber schön anzusehen, sind sie allemal.

– Die Märkte. Nürnberg hat gleich eine ganze Reihe großer Marktplätze, die wohl vor allem um Weihnachten einen Besuch wert sind.

– Die Burg: sehr schöne, verwinkelte Burg in gutem Zustand. Innen befindet sich ein kleines Museum, das allerdings Eintritt kostet. Es gibt jedoch kostenlos einen 15-minütigen Film zu sehen, in denen die verschiedenen Bauphasen der Burg präsentiert werden – sehr zu empfehlen. Als kleinen Bonus gibt es einen schönen Ausblick über Nürnberg.

– Auch sonst hat die Altstadt allerlei nette Kleinigkeiten zu bieten. Mehrere Kirchen, traditionelle fränkische Restaurants, die Oper oder das Albrecht-Dürer-Haus etwa.

Anschließend ging es ab nach Stein (eigentlich ein Vorort von Nürnberg, zählt aber zu Fürth). Bekannt ist der Ort vor allem für das Unternehmen Faber Castell, das dort seinen Sitz hat. Das Schlösschen ist schön anzuschauen und diente unter anderem als Drehkulisse für „Hanni und Nanni“. Außerdem gibt es im Shop ausgewählte Artikel (Stifte, Büromaterial) bis zu 60% reduziert.

Am Abend stand dann noch ein Highlight auf dem Programm: Basketball Euroleague Bamberg – Real Madrid. Das Spiel fand ausnahmsweise in Nürnberg statt, auch Bamberg selbst ist von Nürnberg aus aber bequem in einer Stunde zu erreichen. Für Basketball/Sportfans absolut zu empfehlen – Bamberg heißt nicht umsonst „Freak City!“ Die Stimmung war gigantisch…

Am zweiten und leider schon letzten Tag in Nürnberg gingen wir dann noch ins Germanische Nationalmuseum. Ebenfalls ein schöner, moderner Bau, in dem man locker 2-3 Stündchen verbringen kann – besonders die Antike-/Frühgeschichte-/Mittelalter-Sammlungen sind zu empfehlen. Danach ging es mit der U-Bahn (ja, Nürnberg hat eine U-Bahn…) zurück zum Bahnhof und nach Hause.

Kurz zusammengefasst: Nürnberg hat mich total positiv überrascht. Besonders die Altstadt ist wirklich sehr schön und auch bequem an 1-2 Tagen zu erkunden – perfekt für einen Wochenend-Städte-Trip. Aber Nürnberg bietet auch für längere Aufenthalte noch einiges zu bieten: das Reichsparteitags-Dokumentationszentrum etwa. Die Metropolregion Fürth-Erlangen liegt ja auch um die Ecke. Insgesamt war es ein sehr schöner, kurzweiliger Trip.

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