Deutschland, Reisen

Die Wölfe sind zurück!

In drei Wochen geht es wieder los! Wir verbringen den Sommer in Schottland und sind schon voller Vorfreude auf neue Abenteuer. Dieses Wochenende haben wir uns langsam wieder an die neue Freiheit angenähert und eine Nacht im Zelt verbracht. Das Team von Campspace (ein Start-Up aus den Niederlanden, auf deren Portal wir uns vor Jahren mal angemeldet hatten) hat uns gebeten, einen Campingplatz in einem Garten in Heidelberg zu testen. Da es von uns ja wirklich nicht weit ist, haben wir gerne zugesagt und uns gestern mit der Straßenbahn auf den Weg in den Kurzurlaub gemacht.

Nach zwei Stunden endlich in Heidelberg angekommen (ein Hoch auf den ÖNV und Umleitungen), zeigte unser Gastgeber Andreas uns direkt den Garten. Das Grundstück zog sich weit einen Hang hinauf und von ganz oben konnte man sogar die Berge in der Pfalz erspähen. Dank der verregneten letzten Wochen blühte alles ganz wunderbar und wir hatten ein riesiges Glück: Die Kirschen waren gerade reif! Es war wie im Bilderbuch. Wir durften sogar auf die Bäume klettern!

Andreas warnte uns davor, dass trotz Umzäunung häufig mal Wildschweine in den Garten kommen und diese es sich dort auch über Nacht gemütlich machen können… Das fanden wir einerseits etwas gruselig (wer will schon nachts einem riesigen schwarzen Keiler begegnen?), andererseits aber auch sehr abenteuerlich. Also bauten wir unser Zelt auf dem einzigen geraden Platz im Garten, der kleinen Terrasse, auf und ließen den Abend auf uns zukommen.

Den Bauch voller Kirschen rollen wir uns in der Abenddämmerung in unsere Schlafsäcke. Ein lautes Knacken lässt uns aufschrecken, dann ein Rascheln. Wir schauen uns mit großen Augen an. Da draußen ist auf jeden Fall etwas. Erstmal Google fragen: „was machen bei wildschwein“. Kein Netz. Im Garten ist definitiv etwas unterwegs. Wir hoffen, dass dieses Etwas unsere Schokolade nicht riechen kann. Nur nur langsam und mit klopfendem Herzen schlafen wir ein.

Am nächsten Morgen trauen wir uns natürlich erstmal nicht, den Sichtschutz im Zelt aufzumachen. Was, wenn da eine Horde Schwarzfelle im Gras döst? Julian schickt mich vor und ich ziehe zögerlich den Reißverschluss auf. Der Garten ist leer. Wir freuen uns unseres Lebens, frühstücken Kirschen direkt vom Baum und fahren dann gemeinsam mit den Pendlern in der Straßenbahn zurück nach Mannheim. Wir sind um eine tolle Erfahrung und viel Vorfreude auf die nächsten Monate reicher. Und freuen uns ganz besonders auf unser gemütliches Bett heute Abend.

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