England, London, Reisen

Kleiner Reiseführer London

Puh, der letzte Beitrag ist schon eine Weile her! Inzwischen sind wir beide zurück in Mannheim und unser (vorerst) letztes Semester steht bevor. Wir haben allerdings beschlossen, den Blog bis zur nächsten großen oder kleineren Reise nicht schleifen zu lassen. Stattdessen wollen wir auch über Interessantes und Sehenswertes aus der Umgebung oder von Tagesausflügen oder Wochenendtrips berichten. Denn um Neues zu finden und zu erleben muss man nicht immer viele Kilometer in die Ferne reisen.

Heute und die nächsten Wochen soll es allerdings zumindest gedanklich wieder über den Ärmelkanal gehen und zwar nach – London! Vor und nach dem letzten Teil (aka Prüfungsphase) meines Auslandssemesters in Exeter bin ich noch ein paar Tage durch die Hauptstadt gezogen. Eine kleine Übersicht der schönsten Ecken und besten Tipps soll in Form einer Mini-Serie in den nächsten Wochen hier erscheinen. Auf der Reise habe ich auch mein neues Objektiv auf Herz und Nieren testen können – macht euch also auf spannende Aufnahmen gefasst.

Thames & Tower Bridge

Hier eine erste Übersicht, der Themen und Sehenswürdigkeiten, über die wir berichten werden (werden nach und nach verlinkt):

Hyde Park, London

Als Einstieg gibt es ein paar allgemeine Hinweise zur An- und Abreise, Unterkünften sowie zum Transport in London:

Anreise:
Nach London kommt man von Deutschland am günstigsten mit Ryanair oder mit dem Bus (Megabus ab Köln). Auch Germanwings ab Köln fliegt oft für knapp 30 Euro. Mit Lufthansa kann man relativ günstige Flüge erwischen, wenn man früh genug bucht.

Kurz ein paar Worte zum Bus: Man kann tagsüber oder über Nacht fahren. Wenn man Glück hat, kann man eines der begehrten Tickets für 1,50 Pfund erwischen, sonst liegt der Preis zwischen 20 und 35 Pfund pro Fahrt. Tagsüber kommt man via Tunnel auf die Britische Insel während nachts die Fähre genutzt wird. Das bedeutet, dass man etwa um 3 Uhr nachts vom Bus auf die Fähre wechseln muss. Der Bus braucht insgesamt etwa 9-10 Stunden.

Nimmt man das Flugzeug sollte man auf jeden Fall beachten, dass London zahlreiche Flughäfen hat. Von denen haben die meisten den Beinamen „London“ eigentlich nicht verdient, da sie zwischen dreißig Minuten und einer Stunde entfernt liegen. Am besten an das Verkehrsnetz angeschlossen sind Heathrow Airport und London City Airport. Von beiden kann man einfach mit der U-Bahn nach London fahren. Von allen anderen fahren Züge oder Busse in die Innenstadt. Auch hier empfiehlt es sich, Tickets für den Transfer früh zu buchen – die Preise verdoppeln oder verdreifachen sich innerhalb von ein paar Wochen.

Unterkunft:
Je nachdem, wo man landet bietet es sich an, eine Unterkunft in Norden/Süden/Osten/Westen Londons zu suchen. Je näher an Zone 1 man wohnt, desto lauter ist es erfahrungsgemäß (auch nachts). Außerdem sind die U-Bahn-Fahrten in Zone 1 am teuersten. Wohnt man etwa in Zone 3 kann man immer bis Zone 2 die Tube nehmen und die letzten Meter laufen – das spart auf Dauer Geld.
Vor allem unter der Woche und außerhalb der Ferien findet man gerne gute AirBnBs. Das loht sich vor allem, wenn man zu zweit unterwegs ist. Für eine größere Gruppe oder wenn man alleine reist sind Hostels empfehlenswert. Für viel Geld kriegt man in London leider ziemlich wenig. Ein Hostel kann ich sehr empfehlen: die Park Villa im Osten Londons. Neu, sauber, sehr nette Menschen und zumindest im Januar preiswert.

Transport:
Es empfiehlt sich, viel zu laufen. Die Tube ist selbst mit Oyster-Card (bekommt man an jeder größeren Station) noch teuer. Tipp: Busse statt U-Bahnen benutzen. Alle wichtigen Strecken werden auch von Buslinien abgedeckt und vor allem längere Fahrten sind mit pauschal 1,50 P pro Fahrt deutlich billiger als die U-Bahn. Zwar dauert es meistens länger, man sieht dafür aber auch während der Fahrt noch viel von der Stadt.

Die Anschaffung einer Oyter-Card ist auf jeden Fall zu empfehlen. Die Kosten liegen bei 5 Pfund, die man allerdings bei Rückgabe zurück bekommt. Eine Oyster-Card ist eine Karte, mit der man kontaktlos die U-Bahn und Busfahrten bezahlen kann. Dazu bewegt man die Karte beim Betreten der U-Bahn-Station/des Busses über das Lesegerät an der Schranke. Beim Verlassen der U-Bahn-Stationen (bei Bussen muss man nur beim Einsteigen scannen) wird dann die Fahrt abgerechnet. Man kann in der U-Bahn so oft umsteigen, wie man möchte. Bei Bussen muss man für jeden Bus neu bezahlen. Das praktisch an der Oyster-Card ist einmal, dass man nur knapp die Hälfte des Einzelticket-Preises bezahlt. Außerdem gibt es ein daily cap, das bedeutet, dass man nie mehr als einen bestimmten Betrag pro Tag bezahlen muss. Fährt man etwa den ganzen Tag innerhalb von Zone 1 und 2 herum, bezahlt man nie mehr als aktuell 6,50 Pound für alle Fahrten.

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