Griechenland, Reisen

Magische Peloponnes

Nach einem kleinen Zwischenaufenthalt in Deutschland landeten wir wieder in Athen und fuhren nach Süden auf den zweiten großen Teil unserer Griechenlandreise: er würde komplett auf der Peloponnes stattfinden, der großen Halbinsel im Süden des griechischen Festlandes.

Die allgemeine Topographie und Umgebung waren dabei die ganze Zeit über recht ähnlich, daher packen wir unsere Eindrücke dazu auch in einen Beitrag. Und zwar ist die Peloponnes deutlich weniger touristisch als die griechischen Inseln und die Region um Athen, dafür aber landschaftlich wunderschön. Also perfekt für uns! Die Landschaft prägen dabei – wie so oft in Griechenland – Berge und eine zerklüftete Küste. Im Endeffekt machten wir auf der Peloponnes nicht viel anderes, als von einer traumhaften Bucht zur nächsten zu fahren.

Eine erste solche Bucht fanden wir in der Nähe von Epidauros. Was soll man zu einem solchen Ort groß schreiben? Es war wunderschön und die Bilder können besser als ich beschreiben, warum. Die Stadt ist als Sitz eines bekannten antiken Amphitheaters bekannt, das wir allerdings nicht besichtigten. Dafür unternahmen wir eine schöne Wanderung in das kleine Hafenstädtchen, genossen das gute Wetter und besorgten uns endlich eine Schnorchelausrüstung, mit der wir in den folgenden zwei Tagen die Bucht erkundeten. Ansonsten hieß es schwimmen, spazieren, lesen, schreiben und das Wetter und die Ruhe genießen.

Im Endeffekt wären wir gerne noch länger dort geblieben, aber eine Sturmwarnung überzeugte uns, die nächsten Tage auf einem Campingplatz zu verbringen.

Unsere nächsten Stellplätze für die Nächte glichen einem Who-is-Who der Panoramapostkarten. Ich kann über diese Strände und Buchten nicht viel schreiben, weil es nicht viel zu erzählen gibt: Es war eben wunderschön und das an jedem Ort auf seine ganz eigene Weise.

Manchmal standen wir einfach an der Straße direkt am Strand, manchmal im Naturschutzgebiet, manchmal in Buchten, die nur off-road über zwanzig Minuten Schotterpiste erreichbar waren. Gefallen hat es uns überall.

Wenn wir nicht in einsamen Buchten waren, verbrachten wir die Zeit in alten Hafenstädtchen, die wir wirklich zuckersüß fanden, erst in Monemvasia und dann in Limeni.

Monemvasia war dabei wirklich beeindruckend: Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, die nur über eine schmale Straße erreichbar ist und teilt sich dann noch einmal in eine Ober- und eine Unterstadt. In der Oberstadt kann man einige Ruinen besichtigen und hat einen guten Ausblick über die Küste und die Insel. Die Unterstadt? Der Wahnsinn! Enge Gässchen, Plätze, Mauern, alte Steingebäude, Blumen, Laternen. Die Stadt verströmte einen Fluch-der-Karibik-Flair wie direkt aus Tortuga. Wir hätten uns am liebsten bei vollem Bewusstsein stundenlang im Gassengewirr verirrt.

Limeni war ganz anders. In diesem Städtchen konnten wir uns kaum verirren, denn es bestand quasi nur aus einer einzigen Gasse und dazugehöriger Strandfront. Die aber hatte es in sich. Die alten, grauen Steinhäuser im Hafen und dazu eine Bucht mit dermaßen unwirklich blauem Wasser, dass es uns den Atem verschlug. In Limeni Zeit zu vertrödeln war wirklich unglaublich einfach. Als wir ankamen, zogen Wolken über dem Meer auf (eine Seltenheit!) und wir waren fasziniert von dieser magischen Stimmung. Die nächsten 24 Stunden verbrachten wir damit, fasziniert auf das Meer zu starren und in der Bucht schnorcheln zu gehen. Suzie ist sogar einer großen Schildkröte begegnet!

Die Dörfchen der Peloponnes gehören auf jeden Fall zu den vielleicht auf den ersten Blick unterschätzten Highlights.

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